Eine Schule für alle Kinder.
Die Waldorfschule Dendê da Serra ermöglicht Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine ganzheitliche Bildung.
Bildung mitten im Naturschutzgebiet.
Die Waldorfschule Dendê da Serra entstand 2001 mitten in einem besonders gut erhaltenen Naturschutzgebiet.
Für die einheimische Bevölkerung gab es früher nur Schulbildung bis maximal zur 4. Klasse in einer kleinen Dorfschule. Die meisten Menschen konnten weder lesen noch schreiben und lebten von Fischerei, Jagd, Holzhauen und Kohlebrennerei.
Heute ist die Gegend für den Tourismus erschlossen, und viele Neubewohner verlassen die großen Städte, um naturnah zu leben. Das schafft Arbeitsplätze und verbessert die Infrastruktur – doch meist wird dabei die einheimische Bevölkerung schnell verdrängt und sozial wie wirtschaftlich benachteiligt.
Ein soziales Bildungsprojekt
Dendê da Serra war von Anfang an mehr als eine Waldorfinitiative: Die Schule nimmt Kinder auf, die normalerweise keinen Zugang zu guter Schulbildung haben. Ziel war nicht der Aufbau einer Privatschule, sondern ein soziales Bildungsprojekt, das vor allem einheimischen Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine ganzheitliche Bildung ermöglicht. Zugleich soll das Zusammenleben von Kindern unterschiedlicher Herkunft gefördert werden. Dieses Ziel ist in Brasilien sehr neu und dringend nötig, denn das große soziale Gefälle zeigt sich auch im Bildungssystem: private Schulen für die privilegierte Mittel- und Oberschicht, staatliche Schulen für die arme Bevölkerung.
Die Schule begann mit drei Klassen und 30 Schülern. Heute besuchen etwa 230 Schülerinnen und Schüler vier Kindergartengruppen und die Klassen 1 bis 9. Mindestens die Hälfte aller Plätze ist für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen reserviert. Möglich ist das nur durch die große Beteiligung von Spendern, Paten und gemeinnützigen Geldquellen.
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